
Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Buchpräsentation und Respondenzen von und mit Mirja Reuter, Beatrice von Bismarck und Peter Spillmann und Katharina Schlieben.
Ausgehend von Thesen und Fragen von Katharina Schlieben zur Gegenwart einer edukativen, künstlerischen und kuratorialen Forschungs- und (Selbst)Bildungskultur in einer sogenannten Wissensgesellschaft, folgen Respondenzen von Beatrice von Bismarck, Mirja Reuter und Peter Spillmann aus Sicht der kuratorischen, künstlerisch-edukativen und künstlerischen Forschung. Im Anschluss folgt ein gemeinsames Gespräch zur Debatte, wie sich eine Zukunft dieser Forschungen denken und visieren ließe. Dabei stellen sich u.a. folgende Fragen: Welche Probleme, Ambivalenzen und Notwendigkeiten gilt es vorab für ihre nachhaltige wissens- und zivilgesellschaftliche Re-Situierung im Zuge von restaurativen bildungs- und kulturpolitischen Kürzungen zu identifizieren? Inwiefern bedarf es, um dem Symptom einer künstlerisch-kuratorialen-edukativen Forschung – die vieles miteinander teilt und sich doch unterschiedliches zu erzählen hat – näherzukommen, ein Verständnis von Wissensgesellschaft als eine sich (zu) bildende Gesellschaft gemeinsam zu entwickeln? Spekulativ und pragmatisch wird der Frage nachgegangen, was in diesem Zusammenhang die Forderung ‚die soziale Frage zurückholen‘, wie Katharina Schlieben schreibt, bedeutet. Die (selbst)diagnostische Auseinandersetzung mit (eigenen) Bildungswegen sowie der drängende Ruf nach einer aktuell weiter zu entwickelnden bildungspolitischen Sorgekraft bilden den Diskussionsrahmen.
Katharina Schlieben: Im Modus der Selbstbildung. Frequenzen zivilgesellschaftlicher Bildungspraxis in künstlerischen und kuratorischen Szenen und Sequenzen.
München 2025 (November), 388 Seiten, in deutscher Sprache
ISBN 978-3-96848-181-4
24,80 EUR