
Mittwoch, 4. März 2026, 19:00 Uhr
Hyperwachstum in der Studiopraxis: Karen van den Berg im Gespräch mit Christian Jankowski und Raimar Stange
Für die Kunstbiennalen des 21. Jahrhunderts sind spektakuläre, raumgreifende Installationen stilprägend. Künstlerstudios gleichen mehr und mehr mittelständischen Unternehmen: Auf der Hinterbühne arbeiten Heerscharen prekär Beschäftigter den international gefeierten Stars zu. Karen van den Bergs Große Kunst blickt in den Maschinenraum dieser Kunstfabrikation und fragt nach den Folgen des managerial turn für das Selbstverständnis künstlerischer Arbeit, für die Idee der Autorschaft und die Arbeitsbedingungen all jener, die unsichtbar bleiben. Das Buch umfasst Fallstudien zu Damien Hirst, Jeff Koons, Katharina Grosse, El Anatsui und Olafur Eliasson und analysiert künstlerische Großproduktionen im Spannungsfeld von Luxusökonomie und Aktivismus, Marktlogik und Autonomieanspruch.
Bei b_books trifft Karen van den Berg auf zwei Gesprächspartner, die das Thema aus unterschiedlichen Richtungen kennen: Christian Jankowski, der als Künstler die Mechanismen von Produktion und Autorschaft zum Gegenstand seiner Arbeit macht, und Raimar Stange, der als Kritiker und Kurator seit Jahren über Kunstproduktion, Markt und Aktivismus schreibt.
Karen van den Bergs Buch Große Kunst. Hyperwachstum in der Studiopraxis ist 2025 im tentare Verlag erschienen (384 Seiten, zahlr. Abb., 34 €).
https://tentare.de/van-den-berg-grosse-kunst/